Was steckt hinter dieser Kennzahl?

Wenn du Videoanzeigen auf Meta oder YouTube schaltest, möchtest du natürlich wissen, ob sich Menschen deine Videos  auch wirklich ansehen. Genau  dafür gibt es verschiedene  Kennzahlen. Eine von diesen ist der sogenannte ThruPlay.

Der Begriff klingt im ersten Moment etwas kompliziert, beschreibt aber eine ganz einfache Frage:

Wie viele Menschen haben sich mein Video wirklich angesehen und nicht sofort weitergescrollt?

In diesem Beitrag erfährst du, was ThruPlays sind, warum sie wichtig sind und warum Meta und YouTube diese Kennzahl unterschiedlich messen.

Ein ThruPlay ist eine Kennzahl für Videoanzeigen. Sie zeigt, wie viele Personen dein Werbevideo lange genug angesehen haben, damit deine Botschaft überhaupt ankommen konnte. Der Begriff stammt ursprünglich von Meta und ist dort eine offizielle  Messgröße im Werbeanzeigenmanager.

Das Ziel dahinter ist einfach:
Nicht jeder, der ein Video kurz sieht, beschäftigt sich auch wirklich damit. Ein ThruPlay misst deshalb nicht nur das bloße Anzeigen eines Videos, sondern einen deutlich intensiveren Videokonsum.

ThruPlay bei Meta

Bei Meta Ads (Facebook und Instagram) wird ein ThruPlay gezählt, wenn:

  • ein Video 15 Sekunden oder länger mindestens 15 Sekunden angesehen wurde.
  • oder ein Video kürzer als 15 Sekunden vollständig abgespielt wurde.

Das heißt konkret:
Du schaltest ein 10-sekündiges Werbevideo.
Schaut sich eine Person das Video komplett an, zählt das als ein ThruPlay.

Nun schaltest du ein 30-sekündiges Video.
Hier reicht es aus, wenn der Nutzer mindestens 15 Sekunden anschaut. Danach wird ebenfalls ein ThruPlay gezählt auch wenn das Video nicht komplett angesehen wird.

Warum sind ThruPlays bei Meta wichtig?

Viele Nutzer scrollen sehr schnell durch ihren Feed.
Oft bleiben sie nur wenige Sekunden bei einem Beitrag stehen. Ein ThruPlay zeigt dir deshalb, dass dein Video genügend Aufmerksamkeit erzeugt hat, damit sich jemand einen großen Teil deiner  Botschaft angesehen hat.

Gerade bei Imagekampagnen oder Erklärvideos ist das eine deutlich aussagekräftigere Kennzahl als reine Videoaufrufe von wenigen Sekunden.

Ein einfaches Beispiel

Stell dir vor, du bewirbst ein kostenloses Webinar.

Deine Anzeige wird:

Dann hast du 1.400 ThruPlays erzielt. Diese Zahl zeigt dir, wie viele Menschen sich tatsächlich intensiver mit deinem Video beschäftigt haben.

Meta und YouTube im Vergleich

Obwohl beide Plattformen messen, wie intensiv Videos angesehen werden, unterscheiden sie sich deutlich.

Der Begriff ThruPlay ist eine Meta-spezifische Kennzahl. YouTube verwendet stattdessen andere Messwerte, die aber einen ähnlichen Zweck erfüllen. Die bekannteste Kennzahl ist dabei TrueView.

Hier wird eine Ansicht gezählt, wenn:

• eine überspringbare Anzeige mindestens 30 Sekunden angesehen wird,

• das Video komplett angesehen wird (wenn es kürzer als 30 Sekunden ist) oder

• der Nutzer auf die Anzeige klickt.

  • ThruPlay
  • 15 Sekunden ansehen oder komplettes Video (wenn kürzer)
  • ideal für kurze Werbevideos, Reels und Stories
  • TrueView
  • 30 Sekunden ansehen, komplettes Video (wenn kürzer) oder Klick auf die Anzeige
  • häufig bei längeren Werbevideos und In-Stream-Anzeigen

Deshalb lassen sich die Zahlen der beiden Plattformen nicht direkt miteinander vergleichen. Ein ThruPlay auf Meta hat eine andere Voraussetzung als ein TrueView auf YouTube.

Warum sind ThruPlays überhaupt wichtig?

Ein Video kann tausende Aufrufe haben und trotzdem kaum Wirkung erzielen.
Warum? Weil viele Nutzer bereits nach wenigen Sekunden weiterscrollen. ThruPlays helfen dir deshalb einzuschätzen:

Gerade bei Videoanzeigen sind sie daher eine wichtige Kennzahl für die Qualität deiner Inhalte.

Wie kannst du mehr ThruPlays erzielen?

Ob Menschen dein Video weiterschauen, entscheidet sich häufig schon in den ersten Sekunden. Deshalb solltest du darauf achten:

Je spannender dein Video ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer bis zum ThruPlay-Zeitpunkt dabeibleiben.

Häufige Fehler bei der Bewertung von ThruPlays

Viele Werbetreibende schauen ausschließlich auf die Anzahl der ThruPlays. Das reicht allerdings nicht aus.
Ein Video mit vielen ThruPlays bringt wenig, wenn daraus später keine Website- Besuche, Anfragen oder Verkäufe entstehen. Deshalb sollten ThruPlays immer gemeinsam mit anderen Kennzahlen betrachtet
werden, zum Beispiel:

Erst das Zusammenspiel dieser Werte zeigt, wie erfolgreich eine Videokampagne tatsächlich ist.

Fazit

ThruPlays zeigen dir, ob deine Videoanzeigen wirklich Aufmerksamkeit erzeugen und nicht nur kurz im Feed auftauchen. Während Meta einen ThruPlay nach 15 Sekunden (oder nach vollständigem Ansehen kurzer Videos) zählt, nutzt YouTube mit TrueView ein ähnliches Konzept, setzt die Hürde mit 30 Sekunden, einem vollständigen Video oder einem Klick jedoch höher.

Wer regelmäßig Videoanzeigen schaltet, sollte deshalb nicht nur auf Aufrufe achten, sondern auch darauf, wie lange Menschen tatsächlich dabeibleiben. Denn erst wenn deine Botschaft gesehen wird, kann sie auch wirken.

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